
METHODIK
Buber-Korrespondenzen Digital
Das Dialogische Prinzip in Martin Bubers Gelehrten- und
Intellektuellennetzwerken im 20. Jahrhundert
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Das digitale Editionskonzept
Das Martin-Buber-Archiv der National Library of Israel (NLI) und weitere Archive beherbergen rund 43.000 Briefe von und an den Religionsphilosophen Martin Buber. Diese wurden über einen Zeitraum von mehr als 70 Jahren zwischen Buber und rund 7.000 Korrespondenzpartner:innen gewechselt, und zwar in mindestens 16 verschiedenen Sprachen.
Um dieses einzigartige Korpus, das wie kaum ein anderes die deutsch-jüdischen, deutsch-israelischen und christlich-jüdischen Diskurse des 20. Jahrhunderts abbildet, erforschbar zu machen, genügt es nicht, die etwa 110.000 Digitalisate der Briefe zugänglich zu machen.
Den Schlüssel zu ihrer Erkundung bilden strukturierte Daten zu den Sendevorgängen, aber auch zu den Briefinhalten. Buber-Korrespondenzen Digital (BKD) weist daher nicht nur die Erwähnung von Personen, Körperschaften, Orten, Werken oder Ereignissen in einem Brief nach. Das Projekt verknüpft diese Erwähnungen auch mit Hilfe eines eigens entwickelten Vokabulars zur Modellierung ausgewählter Themenkomplexe.
Durch dieses Relationale Entitätenmodell entstehen Aussagen wie »Person nimmt an Veranstaltung teil«, »Veranstaltung findet an Ort statt«, »Person rezipiert Werk« oder »Personen A und B sind befreundet«. Im Zentrum der erfassten Relationen stehen die Entwicklung von (persönlichen, politischen und geschäftlichen) Beziehungen und die Nachverfolgung von Informationsflüssen sowie von Publikations- und Rezeptionsprozessen.
Sämtliche Entitäten werden im Dienst von Linked Open Data (LOD) wo immer möglich mit externen Normdaten (GND, Wikidata, GeoNames) verknüpft und aktiv gepflegt. Die so entstehenden Wissensgraphen bilden den Ausgangspunkt für digitale Netzwerkanalysen sowohl innerhalb des Projekts als auch darüber hinaus.
Chaim Weizmann an Martin Buber, 27. Dezember 1903
Nun, lieber Martin, ruhig Blut, wir haben nichts zu verlieren und nur zu gewinnen. Schreibe sofort.
Erschliessungskategorien
Die modulare Edition
Ziel von Buber-Korrespondenzen Digital ist die möglichst vollständige Rekonstruktion und Bereitstellung des umfangreichen Korrespondenznetzwerks Martin Bubers. Dafür werden unterschiedliche Erschließungstiefen für einzelne Briefe angewandt, die von der reinen Erfassung bibliographischer Metadaten – etwa für große Teile der umfangreichen Verlagskorrespondenz – bis zur kritischen Transkription mit Einzelstellenkommentierung für inhaltlich und historisch bedeutende Korrespondenzen reichen.
Kategorie A
Volledition mit Transkriptionen für kritische und Lesefassung sowie Einzelstellen- und Überblickskommentare für besonders relevante Korrespondenzen
Kategorie B
Detaillierte inhaltliche Erschließung über Regest und Register (Personen, Körperschaften, Orte, Werke, Ereignisse, Schlagwörter), Verknüpfung dieser Entitäten durch Relationen
Kategorie C
Strukturierte Erfassung von bibliographischen Metadaten zu Sender:in, Empfänger:in, Datum, Ort, materiellen Aspekten und eventuell vorhandenen Beilagen
Kategorie U
Rekonstruktion nicht überlieferter, aber durch externe Quellen belegter Briefe durch Erfassung der Sende- und Empfangsdaten

Theodor Herzl an Martin Buber, 31. Januar 1902
Lieber Freund, einschicken, nicht fragen! Ich habe ja keine Briefzeit.
encoding
Umsetzung in XML/TEI
Buber-Korrespondenzen Digital arbeitet und ediert nach den Richtlinien der Text Encoding Initiative
(TEI), alle Erschließungstiefen werden einheitlich in XML/TEI realisiert und können dadurch von einer Kategorie in eine andere überführt werden.
Die BKD-Bausteine
Briefspezifische Metadaten
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Bibliographische Metadaten
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<title level="unit" type="A">Theodor Herzl an Martin Buber, 31. Januar 1902</title>
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Digitalisat
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Inhaltserschließende Metadaten
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<item>Herzl fordert Buber zum Einschicken von Manuskripten auf.</item>
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Transkription
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<p>Wenn’s nicht passt <lb/>gehts zurück<supplied>.</supplied></p>
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<salute>Herzlich grüsst </salute>
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Buber-Korrespondenzen Digital
Editionsrichtlinien und Schema
Die vollständigen Editionsrichtlinien und das ODD-Schema sind über das Forschungsdaten-Repositorium GitLab einsehbar. Sie sind ein ›living document‹ und entwickeln sich im Laufe des Projekts kontinuierlich weiter.

